Japanischer Whisky: Die GeschichteDie ersten Versuche von japanischen Sake-Brenner Whisky herzustellen, fingen etwa ab 1896 an, die mit keinem großen Erfolg gekrönt waren . Erst mit dem Weinhändler Shinjiro Torji stellte sich der Erfolg ein. Dieser ließ 1923 die erste japanische Whiskybrennerei in Yamazaki für sein Unternehmen, welches später in Suntory unbenannt wurde, bauen. 1929 wurde dort der erste japanische Whisky des Unternehmens in größeren Mengen produziert, der aber nur mäßigen Erfolg hatte. Die Suntory Co.Ltd. ist heute einer der 5 größten Getränkehersteller der Welt, der mehrere Marken weltweit, wie die Orangina Schweppes Group, die schottischen Whiskymarken Auchentoshan, Bowmore, Glen Garioch und MC Clelland´s angehören.

Als Manager und en Bau für die Brennerei engagierte er Mastaka Taketsuru, der ab 1918 in Schottland Chemie studierte und durch sein Interesse an Whisky, vor Ort die Kunst der Herstellung von Whisky erlernte. Diese erwarb er nach dem Studium in den schottischen Brennereien Hazelburn, Craigellachie und Lagavulin.


Nach gut 10 Jahren als Leiter der Brennerei, verließ Taketsuru, nach Differenzen mit Shinjiro Torii über den idealen Whiskystil für den japanischen Markt, das Unternehmen und gründete 1934 seine eigenes Unternehmen Nippon Kaju K.K in Yochi auf Hokkaido. Dieses stellte ab Oktober 1940 den ersten Whisky des Unternehmens her. 1952 entstand aus Nippon Kaju K.K das Unternehmen Nikka. 1969 wurde von Nikka eine zweite Brennerei, in Sendai auf Honshu, eröffnet, die den Whisky der Marke Miyagikyo produziert. Durch das immer weiter verfeinerte Können der Whiskyherstellung zählen die Marken von Suntory wie Yamazaki, Hakushu und Hibiki, wie auch die beiden Marken von Nikka, Yochi und Miyagikyo zu den besten Whiskys in der Welt.


Ab 1970 löste die steigende Nachfrage einen Whiskyboom in Japan aus, woraus eine Vielzahl von kleineren Brennereien entstanden, wie Fuji-Gotemba, Shinshu Mars, CHIBUBU, Eigashima uvm., die auch heute noch Spitzenqualität produzieren und sich nicht vor der internationalen Konkurrenz aus Schottland, Irland oder den USA verstecken müssen.

Heute gibt es 7 größere Brennereien in Japan die nur Whisky herstellen, neben einigen Sake und Shochu Herstellern die auch Whisky produzieren.

2007 war der weltweite Durchbruch des japanischen Whiskys. In diesem Jahr wurden der Nikka Yochi 20 Years in der Kategorie weltweit bester Single Malt und der Suntory Hibiki 30 Years in der Kategorie weltweit bester Blend von dem Whisky Magazin gekürt. Seit dem sind immer wieder Whiskys aus japanischer Produktion unter den Gewinnern einzelner Kategorien des Whisky Magazin, wie auch bei andern internationalen Wettbewerben, zu finden. 

Anfang 2014 erregte Suntory internationales Aufsehen mit der Übernahme des amerikanischen Whisky Herstellers Jim Beam.