Whisky-GlasJedes mal wenn das Gespräch auf Whisky kommt und ich sage das ich japanischen Whisky bevorzuge, kommt in der Regel ein erstaunter Satz zurück, "Echt Japaner produzieren Whisky!"

Dies ist das Hauptproblem von japanischen Whisky, das er, besonders in Deutschland, relativ unbekannt ist und immer noch als Geheimtipp unter den Whiskykennern gehandelt wird.

In den folgenden Punkten unterscheidet sich der japanische Whisky von dem schottischen:

 

 

 

 

 

  • Japanischer Whisky hat einen viel schwächeren torfigen Geschmack

Schottische Whiskys sind dafür bekannt, das sie einen sehr intensiven Torfgeschmack haben, durch den Torf der als Brennstoff verwendet wird, um die Gerste zu trocknen.

Zwar benutzen auch japanischen Whiskyhersteller Torf um die Gerste zu trocken, aber in viel kleineren Mengen. Nikka mit ihrer Yoichi Brennerei ist dafür bekannt, einen relativ torfigen Whisky herzustellen. Aber auch die Hersteller wie, White Oak, Chichibu und Suntory Whiskys (Yamazaki und Hakushu).

Dies sind aber eher die Ausnahmen. In der Regel haben japanischen Whiskys aber keinen torfigen Geschmack, was sie von Ihren schottischen Brüdern abhebt.

 

  • Sehr produktive Brennereien

Im Gegensatz zu den schottischen Brennereien, die oft nur eine Sorte Whisky herstellen, produzieren japanische Brennereien eine viel breitere Produktpalette. Das kommt daher, dass es in Japan nur ein paar wenige Whiskyhersteller gibt, die alle Bedürfnisse der Kunden abdecken müssen, im Gegensatz zu den schottischen Whiskyherstellern.

 

  • Lokaler Bezug

Da Wasser ein Grundbestandteil der Whiskyherstellung ist, wurden in Japan die meisten Brennereien in abgelegen Gegenden errichtet um die bestmögliche Wasserqualität zu bekommen. Daher haben die meisten Whiskybrennereien in Japan, eine eigene Quelle die ausschließlich nur für die Produktion verwendet wird.

 

  • Natürliche Destillation mit geringen Druck

In Japan wurden viele Brennereien in höheren Region gebaut (z.B. Hakushu in etwa 700m Höhe), so das bei der Destillation der Druck und der Siedepunkt geringer ist als zum Beispiel auf Meereshöhe. Dadurch behält der Whisky mehr Aromen und wird dünner mit einer leichteren Textur.  

 

  • Der Ursprung der Gerste

Japanische Brennereien verwendeten, nicht was naheliegen würde, Gerste aus Japan, sondern fast ausschließlich nur Gerste aus Schottland.  Schottische Hersteller verwenden im Gegensatz hauptsächlich importierte Gerste, wie aus Deutschland, Polen oder den USA.

 

  • Die Filtration

Manche japanischen Hersteller filtern ihre Whiskys mit Bambus, aber mittlerweile wird der meiste produzierte Whisky in Japan nicht mehr filtriert